Enthusiasten

Viele Menschen setzen sich dafür ein, dass das Buber Doráti Festival für alle ein einmaliges Erlebnis wird.

Künstlerische Akteure

Martin Fischer-Dieskau

Idee und künstlerische Leitung/Dirigent

Der Dirigent Martin Fischer-Dieskau war ein langjähriger Vertrauter von Antal Doráti und deshalb liegt ihm die Verwirklichung dieses Projektes besonders am Herzen.

Axel Ranisch

Regie/Produktion

Der Regisseur Axel Ranisch versteht es hervorragend, seine beiden großen Leidenschaften – die Oper und den Film – in wunderbarer Art und Weise zu vereinen.

Egils Silins

Titelpartie Elia

Für den lettischen Bassbariton Egils Silins ist die jüdische Geschichte und Gegenwart seiner Heimatstadt Riga kein abstraktes Fremdwort – er setzt sich als designierter Intendant der Lettischen Nationaloper mit seiner eigenen kraftvollen Stimme für die Welturaufführung eines Werkes ein, das nach seiner Überzeugung geeignet ist, eine spezifisch jüdisch-europäische Integration zu fördern…

Mathias Fischer-Dieskau

Dekorationen
Der Bühnenbildner Mathias Fischer-Dieskau hat in den vergangenen Spielzeiten Arabella und La fanciulla del West an der Bayerischen Staatsoper in München ausgestattet. Die Zusammenarbeit mit seinem Bruder Martin ist ein Wunsch des Regisseurs Axel Ranisch, der in unserem besonderen Fall entgegen aller denkbaren Vorbehalte gerade den familiären Aspekt zum Aktivposten der Zusammenarbeit an Buber-Dorátis Monumentalwerk erklärt…

Thomas Koncz

Unterstützender Kenner des musikalischen Textes

Pawel Poplawski

Unterstützender Kenner des musikalischen Textes

Wissenschaftliche Akteure

Prof. Dr. Paul Mendes-Flohr

Chicago/Jerusalem​
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Prof. Dr. Bernd Witte

Düsseldorf​
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Prof. Dr. Jens Malte Fischer

München​
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Prof. Dr. Jürgen Maehder

Salzburg/Taipei​
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Prof. Dr. Peter Schäfer

Direktor Jüdisches Museum Berlin
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Fritz Tangermann

Dramaturgisch-wissenschaftliche Koordination
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Nach dem Studium in Tübingen und Berlin Unterricht an Gymnasien in Berlin in den Fächern Deutsch, Englisch, Philosophie und Darstellendem Spiel. Seit 2001 in der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung tätig als Schulrat für das Fach Deutsch, die künstlerischen Fächer und Sport. Zwischen 1997 und 2007 zweiter und erster Vorsitzender des Fachverbands der Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer im Deutschen Germanistenverband.

Befürworter

PETER SLOTERDIJK

PETER SLOTERDIJK

Der von seiner eigenen Beseelbarkeit zitternde Religionsvirtuose Buber verhält sich zu der Fülle der Zeugnisse für »Transzendenz überhaupt« wie ein Musiker zu seiner Klaviatur – vielmehr, er macht sich zum Resonanzkörper noch des entferntesten Innen. Ich wünsche Bubers Elijah in der Vertonung des großen Antal Doráti als Der Künder, dass er die Anhänger der Orthodoxien in Buber ebenso beflügelt wie ihre Gegner, um aus der Not der modernen Polyvalenz eine Tugend der Neuen Entschlossenheit zu machen.

Sir-Andras-Schiff

SIR ANDRÁS SCHIFF

Antal Doráti war ein grandioser Musiker. Es gibt wenige Dirigenten, die mir so viel gegeben haben, mich so viel gelehrt haben. Er war ein Mann der Kultur, ebenso zu Hause in der Welt der Literatur, der Philosophie wie in der der bildenden Künste.
Als Komponist ist er weniger bekannt, obgleich seine Werke für Oboe (geschrieben für Heinz Holliger) heute ein integraler Bestandteil des Repertoires geworden sind.
Seine Symphonien, Lieder und Klavierwerke sind exzellente Kompositionen, die häufig aufgeführt und anerkannt werden sollten.
Seine Oper Der Künder auf einen Text von Martin Buber wartet noch darauf, gehört und gesehen zu werden. Lassen Sie uns hoffen, dass die Musikwelt seine bedeutende Botschaft bald entdecken und würdigen kann.

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TAMAR GOLDSCHMIDT

Als Urenkelin Martin Bubers freue ich mich darauf, das einzige Mysterienspiel Elijah / Der Künder meines Urgroßvaters endlich auf einer israelischen Bühne erleben zu dürfen.

Gülke

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. PETER GÜLKE

Die Erinnerungen an Doráti sind stark – war er nicht einer der letzten wirklichen Grandseigneurs am Pult? – so wenigstens will es mir scheinen; Alfonso und Estrella, 1978 von ihm in Detroit dirigiert, ist eine immer noch virulente Erinnerung. Nicht weniger später der Liederzyklus, den ich mit Holzmair gemacht habe.
Dr-Michael-Wolffsohn

Prof. Dr. MICHAEL WOLFFSOHN

Das ist ein großartiges Unterfangen: Buber/Doráti/Fischer-Dieskau jr. Ein Dummkopf, wer da nicht mitmachte. Den Elijah von Buber kenne ich nicht. Bin sehr neugierig, denn Elias ist ja auch nicht irgendein Prophet. Auch seine großen Gegen“spieler“, König Achab + Königin Jesabel „hatten es in sich“. (Kennen Sie den gleichnamigen Kurzroman von Irène Némirovski? Fabelhaft, wie fast alles von ihr.) Na ja, und Buber… Olymp.
Thaler

GIDEON THALER

Ich bin Präsident und CEO der TAL Aviation Group in Tel Aviv. Meine Eltern kamen als Verstoßene des Nazi-Regimes nach Israel.
Ich durfte als Knabe Schillers ›Ode an die Freude‹ im Chor mitsingen – auf Hebräisch natürlich.
Es stellt mich zufrieden, dass es heute möglich sein wird, das Mysterienspiel in Bubers Originalsprache aufzuführen.
Hadad

YEMIMA HADAD

Bubers lebenslanges Interesse fürs Theater fand seine schönste Entsprechung in seinem Mysterienspiel Elijah, veröffentlicht auf Deutsch zwei Jahre vor seinem Tod. Dieses wenig bekannte Theaterstück aus Bubers Œuvre verlebendigt als Oper Der Künder die biblische Geschichte vom Propheten Elijahs und seinem König Ahab, indem es Fragen der Macht, des Regierens, der Selbstbeschränkung und der Gerechtigkeit aufwirft.
Wenn jetzt die Oper herauskommt, gibt es die Möglichkeit, Bubers Theaterstück und Dorátis Oper als monumentale Meisterwerke kennenzulernen. Im Zuge zunehmender Entfremdung innerhalb der legendären, so genannten Symbiose zwischen Juden und Deutschen, an die Buber niemals aufhörte, zu glauben, sind deutsche Juden und Juden auf der ganzen Welt stetig auf der Suche nach neuen Möglichkeiten des Erinnerns und dabei inspiriert von Früchte tragenden, kulturellen Ereignissen dieser Art.
An diesem Projekt mitzuwirken ist eine seltene Gelegenheit für mich, Bubers ewig gültige Botschaft neuen Publikumsschichten und neuen Generationen zu öffnen.

Dr. FELIX KLEIN

Sehr geehrter Herr Professor Fischer-Dieskau,
Ihr Vorhaben, Martin Bubers Bühnenwerk Elijah in der Vertonung von Antal Dorati als die Oper Der Künder uraufzuführen und dies mit dem Abschluss der Buber Werk-Ausgabe und einer Konferenz zur Bedeutung dieses großartigen Religionsphilosophen zu verbinden, begrüße und unterstütze ich sehr. Sie schaffen dadurch eine einzigartige Gelegenheit, dem Werk zweier bedeutender jüdischer Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, die auf dem Gebiet der Musik und der Philosophie Herausragendes geleistet haben, seine gebührende Geltung zu verschaffen. Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr Vorhaben im Jahr 2021 zu einem der Leuchtturmprojekte der Veranstaltungen zu 1700 Jahren Jüdischem Leben in Deutschland würde. Hierfür werde ich mich mit Nachdruck einsetzen.
Mit herzlichen Grüßen

Ihr
Dr. Felix Klein
Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus.

Claudio-Veress

CLAUDIO VERESS

Bubers Elijah und Dorátis Der Künder sind Figurationen ein und derselben Idee – der Idee des bedingungslosen Engagements für das, was wir einmal als richtig eingesehen haben. Was tut heute künstlerisch not, wenn nicht die Erinnerung an diese Schlüsseltugend der Existentialisten?
Angesichts einer aktuellen Weltlage, die sich kaum weniger bedrohlich darstellt, als sie es in den Jahren nach dem NATO-Nachrüstungsbeschluss tat, als Doráti Bubers Stück in Musik setzte?
Darin liegt für mich die ungebrochene Aktualität des Künders.
Blacher

KOLJA BLACHER

Das Buber-Doráti-Projekt ist ein sehr wichtiger Baustein im weiteren kulturellen und gesellschaftlichen Dialog zwischen Israel und Deutschland.
Engstroem

MARTIN T:SON ENGSTROEM

Martin Fischer-Dieskau und ich teilen die gleiche Leidenschaft für den Künder, und ich bin dankbar, einbezogen zu sein. Ich erinnere mich, dass mein Vater stark unter Martin Bubers Einfluss stand, und wie tief berührt er sich über dessen Ideen zur Menschlichkeit zeigte. Bubers Philosophie ist heute so wertvoll wie je. Die Kombination mit Antal Doráti als Komponisten verleiht dem Text eine weitere humanitäre Note. Antal Doráti war mein Patenonkel und hatte enormen Einfluss auf mein eigenes Leben. Ich freue mich sehr darauf, dieses Werk kennenzulernen.
Peter-Klebnikov

PETER KLEBNIKOV

Mehr als je zuvor sind menschliche Beziehungen heutzutage kontaminiert durch Mangel an echtem Dialog, und im dadurch entstehenden Vakuum können Demagogen ihre Macht vermehren. (Das gilt für jede Herausforderung der Menschheit, das gesamte Gebiet des Umweltschutzes mit eingeschlossen, innerhalb dessen ich arbeite.) Es ist daher eine sehr gute Nachricht, dass unter der Mitwirkung eines namhaften Teams die Aufführung von Der Künder in Vorbereitung ist. Wir können alle nur von Bubers Philosophie profitieren so wie sie uns die Musik Dorátis vermittelt und darin eine nachhaltige Verteidigung unvoreingenommenen Wissens, Gegenseitigkeit und Offenheit entdecken.
Ranisch

AXEL RANISCH

Martin Buber ist mein Freund. Ich kenne ihn erst seit kurzem und längst nicht gut genug, um kluge Dinge über ihn zu sagen. Aber über all seinem Denken steht Dialog. Und Dialog ist das Einzige, woran ich von ganzem Herzen glaube.
Ob Tschaikowski, Haydn, Wagner, Strawinsky… mein ganzes CD-Regal ist voll von Einspielungen des Dirigenten Antal Doráti. Er hat mich durch mein Leben begleitet, mich getröstet, begeistert, aufgewühlt und zum Lachen gebracht. Und plötzlich entdecke ich, dass sich hinter dem Dirigenten ein Komponist verbirgt, der Musik von solcher Bildgewalt schuf, dass einem Filmemacher wie mir, die Augen glasig werden vor Glück.
Wenn Buber und Doráti Hand in Hand gehen, dann entsteht mit Wärme und humanistischer Tiefe ganz großes Kino.
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MARTIN FISCHER-DIESKAU

unten

Buber bleibt dicht am Alten Testament – und doch treffen seine Ideale mittenhinein ins heutige Leben.
Bubers Elijah ist schon als Schauspiel kein trockenes Thesentheater – in Dorátis Musikalisierung wird es zum gleißenden Politthriller.
Antal Dorátis Der Künder ist in seiner emotionalen Tragweite universell, weil der Komponist kein musikalischer Parteigänger ist.